German-Japanese Wind Energy Symposium 2013

Programm

Datum: 26. Februar 2013, 10.30 - 20.00
Ort: Tokyo

Veranstaltungsberichte

Windenergie: Enormes Interesse an deutschen Lösungen
Volles Haus beim „German-Japanese Wind Energy Symposium 2013“ der DIHKJ und des BMU

Trotz der Debatte um die Zukunft der Kernenergie hält Japan an seinen Plänen zum Ausbau der erneuerbaren Energien fest. Ein Schwerpunkt liegt auf Windenergie. Nach Angaben der Regierung sollen bis 2050 bis zu 70 Gigawatt jährlich durch Windkraftanlagen generiert werden. 2010 waren es gerade einmal etwa zwei GW. Entsprechend bietet sich für deutsche Unternehmen großes Geschäftspotenzial. Denn Japan ist sehr interessiert daran, von fortschrittlichen deutschen Lösungen zu lernen.
Um den Austausch voranzutreiben, veranstaltete die Deutsche Industrieund Handelskammer in Japan (DIHKJ) zusammen mit dem Bundesumweltministerium am 26. Februar in Tokyo das „German-Japanese Wind Energy Symposium 2013“, an dem mehr als 140 Experten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft teilnahmen.

Auf welch breiter Ebene sich Bedarf an Kooperation und Wissensaustausch bietet, zeigt sich schon am Themenspektrum der zwölf Referenten. Das fängt an bei der grundlegenden Frage der Netze. Markus Fischer, Grid Integration Supervisor bei Enercon, klärte über sich hartnäckig haltende, allgemeine Vorurteile über Probleme der Windenergie mit Frequenzstabilität und Volatilität auf.
Wie groß das Thema Umweltschutz, gerade bei Offshore-Anlagen ist, zeigte Annette Bossler, Vertreterin von Gicon Grossmann Ingenieur Consult. Die japanische Windindustrie hat erst nach Fukushima an Bedeutung gewonnen, für Branchenvertreter vor Ort ist es daher umso wichtiger, von der deutschen Industrie und ihrer Langzeiterfahrung gerade auch in solchen Themen zu lernen.
Der Nachhaltigkeitsgedanke spielt auch mit Blick auf Personal eine wichtige Rolle: Warren Aspinall stellte das Ausbildungskonzept seiner BZEE Academy vor. Aspinall kooperiert bereits erfolgreich mit japanischen Unternehmen in der Ausbildung von qualifiziertem Fachpersonal, etwa für die Wartung von Anlagen.
Das „German-Japanese Wind Energy Symposium 2013“ ist bereits die fünfte Veranstaltung in einer Reihe von Symposien und Delegationsreisen, die die AHK Japan in den vergangenen zwei Jahren initiiert oder mitveranstaltet hat. „Seit ´Fukushima´“, so Marcus Schürmann, stellvertretender Geschäftsführer der Kammer, „haben wir einen ständigen Strom von Anfragen von japanischer Seite. Das Interesse an Deutschland ist enorm.“ Das gelte allerdings auch für andere Länder, wie die USA, wie Schürmann weiß. „Wer in Zukunft gute Geschäfte in Japan machen will, muss sich jetzt bereits positionieren und früh ins Spiel bringen.“ Veranstaltungen wie das Wind Energy Symposium 2013 sind eine ideale Gelegenheit dazu.

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Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan

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