Bus und Bahn

Japan verfügt über ein hervorragendes öffentliches Verkehrssystem. Vor allem in Ballungsräumen greift man besser auf die Bahn zurück, als ins Taxi zu steigen. Die Bahn ist häufig schneller und nicht zuletzt günstiger. Je nach Größe der Stadt können auch Busse eine gute Alternative sein, wie zum Beispiel in Kyoto.

Ihre Reise können Sie mit Hilfe des Internets planen, zum Beispiel über das englischsprachige Angebot von Hyperdia. Bahnen sind in Japan sehr pünktlich, Umsteigezeiten von wenigen Minuten sind kein Problem, außer wenn zur Rush-Hour viele Menschen unterwegs sind. Bei Bussen kann es im Stoßverkehr zu Verspätungen kommen; ansonsten sind auch sie sehr pünktlich.

Während die Anreise häufig leicht zu organisieren ist, kann es umso schwieriger sein, vor Ort eine konkrete Adresse zu finden, da es kein einheitliches Adresssystem wie in Deutschland gibt. Manche Adressen sind nicht im Navigationssystem zu finden.

·     Mit dem Taxi: Halten Sie zusätzlich zur Adresse auf Japanisch auch die Telefonnummer Ihres Gesprächspartners für die Taxifahrer zur Wegbeschreibung bereit.

·     Mit der Bahn: Vereinbaren Sie, dass Sie abgeholt werden, zum Beispiel an einem bestimmten Ausgang eines Zielbahnhofs.

·     Wenn Sie nicht weiterkommen, fragen Sie beim örtlichen Koban nach. Das sind kleine Polizeistationen, die es in allen Stadtvierteln gibt, erkennbar an einer roten Leuchte.

  

Nahverkehr in Tokyo


70 Prozent von Japans gesamtem Bahnnetzwerk gehören der ehemaligen Staatsbahn JR. Die bekannteste JR-Strecke ist die Yamanote-Linie, die Tokyos Innenstadt als Kreisbahn umrundet. Das U-Bahn-System setzt sich hauptsächlich aus Bahnen der zwei Betreiber Tokyo Metro und Toei Subway zusammen. Da man für jedes Netz separate Tickets benötigt, ist es am preisgünstigsten, die gesamte Wegstrecke mit einer Bahngesellschaft zurückzulegen. Einen deutschen Plan des Tokyoter Bahn-Streckennetzes finden Sie hier.

Japanische Züge sind bis auf seltene Ausnahmen pünktlich. Wenn Sie nicht gerade mit großem Gepäck in der Rush Hour oder zu den letzten Zügen unterwegs sind, sind sie die beste Möglichkeit, sich in Tokyo fortzubewegen. Vor der Fahrt lösen Sie ein Ticket an den Automaten vor der Ticketsperre (Kaisatsuguchi). Werfen Sie erst das Geld ein, und wählen Sie dann den auf dem Bildschirm oder den Tasten angezeigten passenden Preis. Die Anzeige auf Englisch ist möglich. Die Preise berechnen sich nach der Entfernung zwischen den Stationen und sind gestaffelt.

Wenn Sie unsicher sind, welcher Preis richtig ist, lösen Sie das billigste Ticket und lösen bei Ankunft am Fare Adjustment-Automaten oder am Bahnschalter nach. Vergessen Sie beim ersten Passieren der Fahrkartensperre nicht, Ihr Ticket mitzunehmen. Sie brauchen es zum Aussteigen.

Am einfachsten ist der Kauf einer Prepaid-Karte (SUICA oder PASMO im Raum Tokyo) für 500 Yen, die man nach Belieben aufladen kann und die jeweils den korrekten Betrag abbucht. Mit der Karte ist die Fahrt um wenige Yen günstiger als per Barzahlung. 

Wer an einem Tag viel in Tokyo unterwegs ist, fährt mit einer Tageskarte günstiger. Wer länger in Japan bleibt und meist die gleiche Strecke fährt, kann sich eine Monatskarte zulegen (Teikiken).
 

Fernverkehrszüge

 
Für Geschäftsreisen ist häufig die beste und einfachste Lösung der Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen. Mit dem schnellsten Zug „Nozomi“ schaffen Sie die 500 Kilometer-Strecke von Tokyo nach Kyoto in 140 Minuten. Beachten Sie jedoch, dass Sie für diesen Zugtyp nicht den Japan Rail-Pass verwenden können. Mit den langsameren Shinkansen-Zügen „Hikari“ und „Kodama“ dauert die Fahrt etwas länger, denn der Zug hält häufiger unterwegs. Der Preis liegt bei knapp 14.000 Yen. Eine Hin- und Rückfahrt von Tokyo nach Kyoto entspricht etwa dem Preis für einen einwöchigen Japan Rail Pass. Diesen können allerdings nur Touristen verwenden.  

Zu Hauptreisezeiten und am Wochenende sollten Sie im Shinkansen und anderen Schnellzügen Plätze reservieren (Shiteiseki). In manchen Zügen  gibt es keine unreservierten Plätze (Jiyuseki).

Je nach Region, Reisezeit und Alter der Reisenden gibt es Sonderangebote. Fragen Sie danach am Schalter oder im Reisebüro. Die günstigste, aber auch zeitaufwendigste Version in Japan zu reisen, ist das „Seishun Juhachi Kippu", ein Ticket mit dem man an fünf Tagen mit unbegrenzt vielen JR Lokal- und Schnellzügen (Rapid Express) fahren kann. Da fünf einzelne Tickets ausgestellt werden, lässt sich das Ticket auch auf mehrere Personen verteilen. Der Preis beträgt 11.500 Yen.

 

Busse


Busfahren in Tokyo ist – im Gegensatz zu Kyoto – unübersichtlich und im Vergleich zur Bahn häufig zu zeitaufwendig. Ohne Japanisch-Kenntnisse ist es schwierig, Abfahrzeiten und Destinationen zu recherchieren. Eine Busfahrt kostet für Erwachsene 200 Yen, für Kinder die Hälfte. Es gibt Tagestickets und Guthabenkarten.

Überlandbusse sind eine günstige Möglichkeit in Japan zwischen Städten zu reisen, auch über Nacht. Je nach Komfortklasse wird die Reise im Vergleich zur Bahn zwischen 20 und 60 Prozent billiger. Vor allem auf den Hauptlinien zwischen Tokyo, Nagoya, Kyoto und Osaka ist der Wettbewerb hoch. Zu Hauptreisezeiten sollten Sie vorher reservieren. Es gibt Fahrkarten für eine Wegstrecke (Katamichi), Hin- und Rückfahrkarten (Ofuku) sowie Booklets mit mehreren Tickets zu einem ermäßigten Preis (Kaisuken).

Informationen über einzelne Strecken und Busanbieter:

·         Plattform mehrerer Anbieter  (nur Japanisch) 

·         JR Bus Kanto (nur Japanisch)

    Willer Express (Englisch)