Praktisches

Geldwechsel

 
Bei der Ankunft am Flughafen in Narita sollten Sie gleich bei der Wechselstube im Ankunftsterminal eine größere Menge Bargeld umtauschen. Japan ist ein Bargeld-Land, und in überraschend vielen Fällen werden Kreditkarten nicht akzeptiert. Dies gilt vor allem, wenn Sie die Großstädte verlassen.

Der Umtausch bei Postämtern und Banken ist sehr zeitaufwändig. Daher empfiehlt es sich, Geld direkt vom Geldautomaten abzuheben. Wichtig: In Japan werden keine EC-Karten akzeptiert, auch nicht an Geldautomaten. Sie benötigen daher eine Kreditkarte mit PIN-Nummer. Häufig kann mit der Kreditkarte nicht gegen Unterschrift, sondern nur über die PIN-Nummer bezahlt werden. 

Das Geldabheben mit einer ausländischen Kreditkarte funktioniert außerdem nur bei ausgewählten Banken, bei der Postbank, der Citi-Bank sowie bei Filialen der Convenience Store-Kette 7-Eleven. Nicht alle weltweit gängigen Kreditkarten werden auch in Japan akzeptiert. Während es mit der Master-Karte immer wieder Probleme gab, scheint die Visa-Karte vergleichsweise zuverlässig zu sein. Fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrer Bank nach. Es kann außerdem nötig sein, das Kreditkartenlimit nach oben zu setzen beziehungsweise die Bank vor der Reise zu informieren. Manchmal werden Karten bei Auslandsreisen aus Sicherheitsgründen von der Bank gesperrt.
 

Dolmetscher- und Übersetzerdienste

 
Im japanischen Geschäftsleben sollten Sie darauf vorbereitet sein, dass Ihr Gesprächspartner die englische Sprache nicht ausreichend beherrscht. Um Missverständnissen vorzubeugen, raten wir Ihnen, Geschäftsverhandlungen in Begleitung eines Dolmetschers zu führen. Die DIHKJ vermittelt qualifizierte und erfahrene Dolmetscher für alle geschäftlichen Anlässe in verschiedenen Regionen Japans. Gerne finden wir für Sie auch eine Begleitperson, die Sie direkt bei Ihrer Ankunft in Japan in Empfang nimmt und Ihnen schon im Vorfeld bei allen möglichen Komplikationen, die durch mangelnde Orts- und Sprachkenntnisse entstehen könnten, mit Rat und Tat zur Seite steht. Wir empfehlen die frühzeitige Buchung, um die Verfügbarkeit eines geeigneten Dolmetschers für den gewünschten Zeitraum zu gewährleisten. Nutzen Sie unser Online-Formular für eine unverbindliche Anfrage. 

Wenn Sie beim Arzt oder im Krankenhaus Dolmetscherdienste benötigen, wenden Sie sich am besten an das Tokyo Metropolitan Health and Medical Information Center (Telefon: 03-5285-8181). 

Inzwischen gibt es viele Übersetzungstools für den PC und das Mobiltelefon. Google Translate hilft dabei, den ungefähren Inhalt von digitalen Texten auf Websites und in E-Mails zu verstehen; auch durch Abfotografieren mit dem Smartphone wird die Übersetzung angegeben. Die Qualität ist teils eher mäßig.

Für bestimmte Browser gibt es ein praktisches Add-on namens Rikaichan. Damit können Sie durch Bewegen des Mauszeigers über die jeweiligen Zeichen ihre Bedeutung in einem Pop-up-Fenster sehen, und zwar nicht nur die des gesamten Wortes, sondern auch die der einzelnen Schriftzeichen.

Weitere Informationen zu Online-Übersetzungstools bzw. zur Anzeige japanischer Schrift auf
PCs finden Sie im Kapitel „Japanisch lernen“ in der Rubrik „Leben in Japan“.

Mobiltelefon & Internet


Wenn Sie in Japan ein Mobiltelefon benutzen wollen, können Sie entweder – am besten direkt am Flughafen – ein Gerät mieten und zahlen dafür tageweise. Oder Sie kaufen sich eine SIM-Karte für Ihr mitgebrachtes Mobiltelefon. Möchten Sie ein japanisches Mobiltelefon erstehen, können Sie entweder das Gerät kaufen oder, wie in Japan üblich, einen zweijährigen Mobilfunkvertrag abschließen.

In Tokyo bietet der U-Bahn-Betreiber Tokyo Metro kostenloses Wi-Fi für Touristen an. Auch in Touristeninformationen oder an touristischen Orten wird vermehrt kostenloses Wi-Fi bereitgestellt. Cafés mit kostenlosem Wi-Fi-Zugang sind in Japan selten. Eine Alternative sind Internet- oder Manga-Cafés.

Wer stets online gehen können will, kann am Flughafen einen Wi-Fi Router gegen Gebühr ausleihen oder diesen zum Hotel bestellen.  

Die meisten Business Hotels bieten einen Internetanschluss auf dem Zimmer, zum Teil kostenpflichtig. Bei traditionell japanischen Hotels (Ryokan) ist dieser Service noch wenig verbreitet. Dort ist der Internetzugang, wenn überhaupt, nur in der Lobby möglich.
 

Bürodienste

 
Einfache Dokumente können Sie in Convenience Stores, in großen Hotels sowie in Internet-Cafés gegen eine Gebühr ausdrucken. Wenn Sie professionelle Ausdrucke benötigen, zum Beispiel in größeren Mengen, in Farbe, gebunden, geheftet und dergleichen, gibt es dafür spezielle Dienstleister wie Fedex Kinko’s. Außerdem können Sie dort Visitenkarten anfertigen lassen, gegen Aufpreis auch innerhalb eines Tages. Gleiches gilt für andere Dienste, d.h. je schneller Sie die Unterlagen brauchen, desto höher der Preis. 

 Schwarz-Weiß-Kopien kann man im Convenience Store für 10 Yen, Farbkopien für 50 Yen erstellen. Vom gleichen Gerät können Sie Inlandsfaxe zum Preis von 50 Yen verschicken. Müssen Sie ein Fax ins Ausland verschicken, fragen Sie am besten in Ihrem Hotel nach.

 Büromaterialien finden Sie in Japan von billig (100 Yen-Laden), über mäßig teuer (Tokyo Hands) bis edel (Ito-ya). Für den schnellen Bedarf haben Convenience Stores und die Kette Muji gute Lösungen parat.


 

Versanddienste

 
Wenn Sie direkt nach der Ankunft am Flughafen in Narita weiter zu einem Geschäftstermin müssen, aber nicht wissen, wohin mit dem Gepäck, können Sie einen Versanddienst nutzen und Ihr Gepäck ins Hotel liefern lassen. Da solche Services in Japan häufig genutzt werden, sind die Preise sehr niedrig. Selbst sperrige Koffer oder große Rucksäcke sind selten teurer als 1.700 Yen. Die Anlieferung erfolgt häufig innerhalb weniger Stunden, manchmal sogar am gleichen Tag. Die bekannteste Versandfirma heißt Kuroneko, nach ihrem Symbol, einer schwarzen Katze. Auf der Website des Unternehmens finden Sie detaillierte Infos auf Englisch, darunter über Sonderversandarten, wie für die Ski- oder Golfausrüstung. Daneben gibt es weitere Anbieter, deren Schalter sich wie der von Kuroneko im Ankunftsterminal am Flughafen befinden.