Erbeben in Japan

Japan befindet sich in einer Region, in der kontinentale und ozeanische Erdplatten aufeinander treffen. Dies ist der Grund für das häufige Auftreten von Erdbeben, die je nach Lage des Epizentrums auch große Flutwellen (Tsunami) verursachen können.

Erdbeben, die in die Geschichte eingingen

Viele Teile Japans haben in ihrer Vergangenheit verheerende Erdbeben und Flutwellen erlebt. Das schlimmste Erdbeben in der japanischen Geschichte geschah 1923 in der Kantô Region nahe Tokyo, welches über 100.000 Menschen das Leben kostete. Im Januar 1995 wurde die Stadt Kobe und Umgebung zerstört. 6.000 Menschen starben und 415.000 Menschen wurden verletzt. 100.000 Häuser wurden komplett, 185.000 zum Teil zerstört.

Das Erdbeben, was uns allen am meisten in Erinnerung ist, ereignete sich am 11. März 2011 vor der Küste Sendais. Mit einer Momenten-Magnitude von 9M gilt es als stärkstes Erdbeben in Japan seit Beginn der dortigen Aufzeichnungen und war Auslöser zweier weiterer Katastrophen in der Region: einer Tsunami-Flutwelle sowie Unfälle in mehreren Kernkraftwerken Ostjapans. Dadurch wurden weite Landstriche verwüstet, andere werden aufgrund der radioaktiven Verstrahlung auf viele Jahre unbewohnbar sein. Bei dem Unglück kamen über 15000 Menschen ums Leben, 6000 wurden verletzt und viele gelten als vermisst.

Erbebenmessung in Japan

Die japanische Messeinheit "shindo" zur Messung von Erdbeben wird hierzulande häufiger gebraucht als die Richterskala. Shindo gibt die spürbare Erdbebenstärke an, während die Richterskala die Stärke am Epizentrum angibt. Die Shindoskala reicht von Stärke 1 bis 7, also einer nur von stillstehende Menschen wahrgenommenen Stärke bis hin zu gewaltigen Erdbeben. Während Stärke 3 und 4 kleinere Erdbeben sind, fangen bei Stärke 5 an, Objekte zu fallen und schwerwiegendere Schäden werden von Erdbeben der Größenordnung 6 und 7 verursacht.