Jobsuche in Japan

Ausländer ohne Japanisch- und ohne Spezialistenkenntnisse haben es nicht leicht bei der Suche nach einer Anstellung in Japan. Für sie kommt nur eine sehr begrenzte Zahl an Positionen in Frage, die auf eine ausländische Klientel ausgerichtet sind, oder Tätigkeiten im Erziehungswesen als Lehrer an Sprachschulen und Universitäten.

Stellenmarkt der AHK Japan

Der Stellenmarkt der AHK Japan bietet in erster Linie eine Plattform für deutsche Unternehmen im Japangeschäft, die einen Bedarf an Japanern bzw. Deutschen mit Kenntnissen beider Länder haben. Ausländer mit Japanerfahrung und Japaner mit Deutsch- und Englischkenntnissen können hier ein Stellengesuch veröffentlichen. Außerdem empfiehlt sich für die aktive Jobsuche die regelmäßige Durchsicht der aktuellen Stellenangebote. Weitere Informationen zum Stellenmarkt er AHK Japan finden Sie hier.

Tipps für Jobsuchende

Der japanische Markt folgt seinen eigenen Regeln. Daher wissen japanische Firmen oft nichts mit den Qualifikationen, der Arbeitserfahrung oder einem von häufigeren Stellenwechseln geprägten Lebenslauf von Ausländern anzufangen. In Japan werden drei Jahre als Minimum für einen Verbleib in einem Unternehmen betrachtet. Praktika, selbst wenn sie ein halbes oder ganzes Jahr dauerten, werden nicht zur Berufserfahrung eines Kandidaten gezählt. Dies wirkt sich auch auf die Höhe des Gehalts aus.

Ein Nachteil speziell für deutsche Universitätsabsolventen ist, dass sie oft deutlich älter sind als Japaner in der gleichen Situation. Wer vor Ort in Japan eine Stelle sucht und annimmt, bekommt üblicherweise einen lokalen Vertrag zu japanischen Bedingungen. Das bedeutet im Vergleich zu Deutschland weniger Urlaubstage und oft geringeres Gehalt. Großzügige Expatriate-Verträge werden nur in Ausnahmefällen vergeben; diese bekommen meist nur Arbeitnehmer, die nach längerer Karriere bei einem international operierenden Unternehmen in Deutschland nach Japan entsandt werden.

Stellen, für die ausländische Bewerber akzeptiert werden, lassen sich in zwei Gruppen aufteilen: Stellen, für die keine bis mittlere Sprachkenntnisse genügen und solche, für die hervorragende Sprachkenntnisse nötig sind. Neben der Beschaffung eines Arbeitsvisums stellt die Sprache sicherlich die größte Hürde beim Berufseinstieg in Japan dar. Viele Firmen verlangen per se hervorragende Sprachkenntnisse, auch wenn diese für die Berufsausübung nicht entscheidend sind. Als Minimum gilt der bestandene Level 2 des Japanese Language Proficiency Test (JLPT), der Business-Kenntnisse attestiert. Idealerweise verfügen Kandidaten über die höchste Stufe des Tests, der auch fürs Studium an einer japanischen Universität qualifiziert.

Wenn möglich, sollten Sie vor Ort nach einer Stelle suchen. Es gibt viele Networking-Veranstaltungen und Jobmessen in Tokyo, die Ihnen bei der Kontaktaufnahme mit Unternehmen helfen. Werfen Sie auch einen Blick auf den Veranstaltungskalender der AHK Japan. Auch wenn persönliche Beziehungen in Japan großgeschrieben werden, sollten Sie sich nicht allein darauf verlassen. Bewerben Sie sich immer parallel direkt bei Ihren Wunschfirmen, initiativ oder auf eine Stellenanzeige, zum Beispiel über einschlägige Seiten im Internet.

Es empfiehlt sich, auf Jobportalen ein Profil anzulegen und Newsletter mit Stellenangeboten zu abonnieren.

Hier finden Sie Stellenangebote für Ausländer oder Japaner mit Auslandserfahrung und Fremdsprachenkenntnissen. Dort können Sie zum Teil auch selbst ein Jobgesuch aufgeben:

·         Deutsch-Japanischer Wirtschaftskreis

·         American Chamber of Industry and Commerce

·         GaijinPot Jobs

·         Japan Times

Darüber hinaus sollten Sie sich bei mehreren Jobvermittlungsagenturen registrieren, entweder online, oder persönlich. Die besten Chancen bei der Stellensuche haben IT-Spezialisten, Ingenieure und andere technische Experten. Wirtschafts- und Geisteswissenschaftler brauchen Spezialkenntnisse oder am besten mehrjährige Berufserfahrung bei einem Unternehmen.

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