Unterhaltung

Der japanische Musikmarkt ist nach dem amerikanischen der zweitgrößte der Welt. Im Gegensatz zu Deutschland ist jedoch der Einfluss ausländischer Musik auf die japanischen Charts gering. Abgesehen von den großen Sommerfestivals wie Fuji Rock und Summer Sonic, die internationale Stars anziehen, ist der japanische Musikmarkt stark von einheimischen Künstlern geprägt.

Unter den Begriffen „J-Pop“ & „J-Rock“ fasst man die gesamte einheimische Musik im Rock- und Popbereich zusammen. Das Spektrum reicht von Mädchenpopgruppen, die leichte Radio-Popmusik produzieren, bis hin zu Visual Kei-Rockbands, die sehr viel Wert auf Styling legen. In einigen Vierteln von Tokyo, wie Shimokitazawa und Koenji, wo es viele Auftrittsmöglichkeiten für junge Musiker gibt, gibt es eine lebhafte Underground-Musikszene. 

Was für Deutsche die Schlager, sind für Japaner die Enka. Charakteristisch sind das Vibrato in der Stimme der Sänger sowie melancholische Texte, die von Abschiedsschmerz oder unerfüllter Liebe erzählen.

Film

1903 wurde in Tokyo das erste Kino gebaut, noch vor Europa. Die Filme wurden meist von einem Erzähler kommentiert, bis Ende der 1930er Jahre der Tonfilm nach Japan kann

Zu den bekanntesten Regisseuren in Japan zählt Akira Kurosawa (1910-1998), der sich mit Filmen wie „Die sieben Samurai“ oder „Ran“ einen Namen machte. Ein weiterer einflussreicher Regisseur war Ozu Yasujiro (1903-1963), der über 50 Filme drehte, vor allem Komödien und Familiendramen. Seine bekanntesten Filme aus der Vorkriegszeit sind: „Ich wurde geboren, aber …“ (1932) und „Eine Herberge in Tokyo“ (1935).

Zu den bekanntesten Regisseuren der Gegenwart zählt Takeshi Kitano (Jahrgang 1947). Dieser begann seine Karriere als Komiker. Später avancierte er zum Filmschaffenden und Fernsehstar. Er drehte unter anderem „Hanabi“, „Dolls“ und „Zatoichi“. International ist er vielen als Erfinder der Unterhaltungssendung „Takeshi’s Castle“ ein Begriff.

Spiele

Kommerziell erfolgreiche Produkte von Firmen wie Nintendo und Sony haben dafür gesorgt, dass Japan heute weltweit für Video- und Computerspiele bekannt ist. Im öffentlichen Leben sieht man die Spielkultur überall, sei es im Zug in Form von handlichen Geräten oder beim Gang durch die Stadt in Form von Pachinko-Spielhallen, aus denen laute Musik plärrt.

Deutlich ruhiger geht es beim traditionellen Brettspiel Shogi zu, dem japanischen Schach. Es wird mit Spielsteinen gespielt, die mit Schriftzeichen bedruckt sind. Ein weiteres beliebtes Brettspiel für zwei Personen ist Go, das ursprünglich aus China kommt. Es wird mit schwarzen und weißen linsenförmigen Steinen gespielt. Beide schauen auf eine mehr als tausendjährige Spieltradition zurück.