Einkaufen

Öffnungszeiten und Geschäfte

Ein großer Vorteil beim Einkaufen in Japan sind die Öffnungszeiten. Die meisten Geschäfte haben jeden Tag auf, auch sonn- und feiertags. Außerdem sind die Läden, vor allem in den Großstädten, abends länger als in Europa geöffnet, bis 22 Uhr. Viele Supermärkte haben noch bis 24 Uhr auf.

Dazu gibt es 24 Stunden geöffnete Convenience Stores (kombini). Bekannte Ketten sind 7-Eleven, Lawson oder Family Mart. Neben dem Verkauf von Lebensmitteln, Fertiggerichten, Toilettenartikeln, Waschmittel, Zeitungen und Zeitschriften bieten viele dieser kleinen Läden Dienstleistungen an, wie die Möglichkeit, dort Rechnungen zu bezahlen und Pakete anliefern zu lassen. In den meisten Kombini stehen standardmäßig ein Geldautomat, ein Kopierer/Fax und ein Automat zum Bestellen von Konzertkarten und Flugtickets. 

100-Yen-Läden (hyakuen shoppu) sind eine besonders preisgünstige Alternative zu Supermärkten, Drogerien und Haushaltswarenläden. Dort kosten die Produkte, sofern nicht anders ausgezeichnet, 100 Yen plus Mehrwertsteuer. Es gibt dort alles von Lebensmitteln über Geschirr bis zu Handwerkerbedarf und Putzmitteln. Das Sortiment ist zum Teil sehr groß, und die Qualität bei vielen Produkten völlig ausreichend. Zum Teil befinden sich 100-Yen-Läden im Innern von oder in Einkaufszentren.

Einkaufsviertel

Ginza, an der Ostseite der Yamanote-Linie, ist die Nobeleinkaufsmeile von Tokyo. Dort wechseln sich die Flagship-Stores aller bekannten Marken mit großen Kaufhäusern wie Mitsukoshi und Matsuya ab. Am Sonntag verwandelt sich die Einkaufsmeile in eine Fußgängerzone, die zum Schaufenster-Bummel einlädt.Wer sich weniger fürs Shopping, dafür mehr für Architektur interessiert, ist auf der Ginza ebenfalls gut aufgehoben: Viele Läden wurden von japanischen Star-Architekten designt. Das Ergebnis ist beeindruckend kreativ und ein visuelles Erlebnis für sich.

Auch auf der Omotesando, der zweiten großen Einkaufsmeile Tokyos, finden sich viele ansprechend gestaltete Designerläden, aber auch kleinere, günstige Boutiquen in zweiter Reihe dahinter. Die Preisklasse ist etwas niedriger, das Publikum jünger und flippiger als im eher klassisch eleganten Ginza. Die Omotesando erstreckt sich zwischen zwei U-Bahnstationen, der nach ihr benannten sowie der U-Bahn-Station Meijijingumae bzw. der JR-Station Harajuku.

Jünger und flippiger ist das Publikum in Shibuya. Darüber hinaus finden sich dort Läden vieler ausländischer Modemarken. Es gibt mehrere große Kaufhäuser, die preislich günstiger sind als die auf der Ginza, darunter Marui und Loft.

Die künstliche Insel Odaiba wurde als Amüsier- und Einkaufsparadies konstruiert und bietet vor allem große, weiträumige Shopping-Malls im amerikanischen Stil mit Tokyo Bay als Hintergrundkulisse.

Shopping-Malls der Edelklasse finden sich auch im Zentrum der Stadt in Roppongi, in Tokyo Midtown und Roppongi Hills.

Etwas abseits der Touristenpfade befinden sich Daikanyama und Jiyugaoka, beide auf der Toyoko-Linie, die ab Shibuya fährt. Dort gibt es viele Designerläden, aber weniger die großen Marken oder Ketten, vielmehr aufstrebende japanische Jungdesigner. Beide Viertel haben ein eher europäisches Flair.

Im Gegensatz dazu ist Shimokitazawa etwas für alle, die ein bisschen aus dem Rahmen fallen (möchten), und sich gerne wie Rocker, Hippies oder in ihrem ganz eigenen Stil kleiden. Künstler, Studierende, Musiker – sie leben dort oder besuchen das Viertel häufig. Der Stadtteil ist seit jeher bekannt für seine Vielzahl an Second-Hand-Läden sowie für sein Labyrinth an engen, kleinen Straßen und sein relaxtes Flair. Kichijoji im Westen Tokyos ist ähnlich, wenn auch etwas großstädtischer.

Nach Waren sortiert 

Kleidung & Schuhe:
Die in Japan verkaufte Kleidung, selbst die ausländischer Marken, ist für den japanischen Markt gemacht, was häufig bedeutet, dass nur kleine Kleidergrößen angeboten werden. Beachten Sie das beim Umzug nach Japan.

Bei Anbietern wie Uniqlo und Muji bekommen Sie eine gute Grundausstattung wie T-Shirts und Unterwäsche, aber auch Hemden und handliche Daunenjacken für wenig Geld. Wer Größen braucht, die nicht dem Durchschnitt entsprechen, ob besonders große, kleine, lange oder kurze, ist beim Kaufhaus Isetan in Shinjuku gut aufgehoben.

Wer auf großem Fuß lebt, tut ebenfalls gut daran, vor der Reise nach Japan Schuhe auf Vorrat zu kaufen. Ab Größe 40 werden keine oder nur sehr wenige Damenschuhe angeboten. Es gibt einige wenige Läden, Washington in Ginza, wo Sie Schuhe bis Größe 26 (Fußmaß in Zentimetern) finden, ansonsten in den Geschäften ausländischer Kleidermarken.

 Elektrogeräte: 

Elektrogeräte können Sie entweder online bestellen, zum Beispiel bei Amazon oder Rakuten, oder in einer der großen Ketten für Elektrogeräte kaufen und liefern lassen. Die bekanntesten sind Yodobashi Camera, Bic Camera und Laox. Eine Kundenkarte (pointo kaado) spart bei künftigen Einkäufen Geld.

Wer nach besonderen Produkten sucht oder ein bisschen handeln möchte – was sonst in Japan unüblich ist – geht am besten in den Stadtteil Akihabara, auch bekannt als „Electric Town“ sowie als Szenetreff für Manga- und Animefans.

Lebensmittel:

Ausländische Lebensmittel sind vergleichsweise teuer. Eine gute Auswahl zu günstigen Preisen bieten Ketten wie Yamaya und Kaldi Coffee. Der bekannteste Supermarkt für ausländische Lebensmittel ist der National Azabu Supermarkt, auf dem Weg zur deutschen Botschaft von der U-Bahn-Station Hiroo (Hibiya-Linie).

Bäckereien sind in Tokyo inzwischen weit verbreitet. Von „japanisierten“ bis authentisch europäischen Backwaren ist alles zu finden. Bekannteste Ketten sind Andersen und Kobeya Kitchen, die es an vielen großen Bahnhöfen gibt. Es gibt viele französische Bäckerei-Ketten wie Paul und Maison Kayser, die etwas teurer sind, ähnlich wie deutsche Bäckereien wie die Bäckerei Linde[sb1] .  

Wurstwaren sind mit Ausnahme von Schinken in Japan schwer zu finden. Eine gute Anlaufstelle sind die Depatschika, also die Untergeschosse großer Kaufhäuser. Dort bieten Firmen wie Rosenheim Wurstwaren im deutschen Stil an. 

Mitbringsel:
Mitbringsel finden Sie in den großen Kaufhäusern, meist auf einem der oberen Stockwerke, oder in Läden wie Tokyu Hands (Shibuya, Shinjuku) und Ito-ya.
Eine große Auswahl deutsch- oder englischsprachige Bücher finden Sie bei Kinokuniya am Bahnhof Shinjuku (Südausgang) oder bei Maruzen am Bahnhof Tokyo (Marunouchi-Ausgang).