Konten und Lebenserhaltungskosten

Konto

Vor Ihrer Ausreise sollten Sie bei Ihrer deutschen Bank nachfragen, ob Gebühren für das Abheben vom Geldautomaten im Ausland anfallen. Falls Sie bei Ihrem derzeitigen Konto Gebühren zahlen müssen, kann es sich lohnen, ein weiteres Konto zu eröffnen, das bessere Konditionen anbietet. Kostenloses Abheben im Ausland mit der VISA-Karte bietet zum Beispiel die Internetbank DKB AG an.

Eine Kreditkarte sollten Sie unbedingt aus Deutschland bereits mitbringen. Ihre Chancen eine Kreditkarte in Japan zu bekommen kann auch bei einem hohen Einkommen gering sein, weil Sie über keine Kredithistorie in Japan verfügen und Banken wenig Erfahrung im Umgang mit Ausländern haben.

Es kann sinnvoll sein, in Japan zwei Konten zu eröffnen. Ein Konto empfiehlt sich bei einer Bank wie der Shinsei-Bank, die ihre Dienstleistungen wie Online Banking auch auf Englisch anbietet. Außerdem können Sie mit der Karte dieser Bank an jedem Geldautomaten weltweit kostenlos abheben. Zur Sicherheit bietet sich ein zweites Konto an, etwa bei der staatlichen Postbank mit einem dichten Filialennetz im ganzen Land.

Zur Kontoeröffnung wird zum Teil ein Namensstempel (hanko oder inkan) verlangt, manchmal genügt die Unterschrift. Einen solchen Stempel kann man sich für wenige Tausend Yen in einem Spezialgeschäft anfertigen lassen. Merken Sie sich unbedingt, ob Sie unterschrieben oder gestempelt haben. Wenn Sie bei Änderungen die falsche Methode wählen, geht der Antrag zurück und Sie müssen ihn erneut ausfüllen, was je nach Art des Antrags eine Verzögerung von Wochen bedeuten kann. Bei manchen Banken können Sie einen Fingerabdruck abgeben, über den Sie sich am Geldautomaten identifizieren können. 

 Die Kontoführung in Japan ist kostenlos. Allerdings verlangen japanische Banken zum Teil Gebühren, wenn Sie außerhalb der Öffnungszeiten Geld abheben wollen, also abends oder am Wochenende. Auch Überweisungen sind zum Teil kostenpflichtig.

Für Auslandsüberweisungen bieten sich mehrere Möglichkeiten an. Die Standardvariante ist die Überweisung. Es kann sein, dass Ihre deutsche Bank Sie anruft, und Sie nach dem Zweck der Überweisung fragt. Die schnellste, aber auch teuerste Möglichkeit ist eine Überweisung über Anbieter wie Western Union. 

Lebenshaltungskosten

In vielen Rankings wird Tokyo regelmäßig zu einer der teuersten Städte der Welt gekürt. Dies liegt vor allem an hohen Immobilienpreisen, durch die die Stadt zu Zeiten der Blasenwirtschaft in Verruf geraten ist. Seit der Wirtschaftskrise 2008 ist der Wert von Grund in Tokyo aber stark gesunken. Im Vergleich zu anderen Weltstädten wie London, Paris und New York ist Tokyo nicht teurer, sondern eher etwas günstiger, vor allem, wenn man außerhalb der Ringbahn (Yamanote-Linie) wohnt oder in einem der mit der Bahn recht schnell erreichbaren Vororte.

Auch bei Restaurantbesuchen, Kleidung und beim Nahverkehr ist die japanische Hauptstadt günstiger als so manche andere Weltstadt. Die Supermarkt-Preise entsprechen in etwa dem Niveau von München; Essen gehen kann deutlich günstiger sein, je nach Gericht und Art des Lokals.

Wenn Sie in Supermärkten einkaufen, die sich an Ausländer richten, werden Sie die hohen Preise finden, für die Tokyo berüchtigt ist. Allerdings gibt es in jedem Stadtviertel günstige Alternativen. Generell gilt: Je ausländischer Sie sich ernähren, desto teurer (z. B. Käse, Sahne), je japanischer, desto günstiger (z. B. Fisch oder Meeresfrüchte).