Medien und Kommunikation

Radio und TV

Der Fernsehsender NHK (Nippon Hoso Kyokai) entspricht in seiner Funktion den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland. Wer ein Fernsehgerät besitzt, ist dazu verpflichtet, nach Anmeldung des Geräts eine monatliche Gebühr zu entrichten. Wie bei der deutschen GEZ kommen die Kontrolleure an die Haustüre und fragen, ob Sie ein Fernsehgerät besitzen. Detaillierte Informationen finden Sie auf der deutschsprachigen Informationsseite. Der Besitz eines Radios ist im Gegensatz zu Deutschland nicht gebühren- bzw. meldepflichtig.

Telefon

Wenn Sie einen Festanschluss benötigen, wenden Sie sich an NTT (Nippon Telegraph and Telephone Corporation), früher ein Staatsbetrieb, heute privatisiert und Marktführer in Japan. Je nach Wahl kann eine sehr hohe Installationsgebühr anfallen. Um sich für einen Festanschluss zu qualifzieren, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Eine Firma muss nachweisen, dass sie behördlich registriert ist, eine Privatperson muss nachweisen, dass sie in Japan registriert ist. Planen Sie mehrere Wochen ein.

Service-Nummern und weitere Informationen zum Angebot von NTT finden Sie hier.

Mobiltelefon

In Japan gibt es drei große Mobilfunkgesellschaften, NTT Docomo, AU von KDDI und Softbank (vorher Vodafone). Mobilfunkverträge werden für zwei Jahre abgeschlossen. Bei häufig niedrigen Einstiegsgebühren je nach technischer Ausstattung des Geräts zahlen Sie mit der Zeit das Mobiltelefon ab. Wenn Sie sich nicht zwei Jahre lang vertraglich binden möchten, können Sie das Gerät zum vollen Preis kaufen, wodurch sich die monatliche Gebührenstruktur ändert. Die Angebote der Anbieter ändern sich häufig. Die beste Netzabdeckung, vor allem in ländlichen Gegenden, bietet NTT Docomo.

Die monatlichen Kosten für das Mobiltelefon hängen vom persönlichen Benutzungsverhalten ab. Für Vieltelefonierer gibt es andere Verträge als für Nutzer, die vor allem E-Mails schreiben oder im Internet surfen. Achten Sie darauf, dass beim Vertragsabschluss die Option freigeschaltet wird, Auslandsanrufe zu tätigen.

Internet

Bei der Bestellung eines Internetanschlusses ist zu beachten, dass es je nach Anbieter vier Wochen dauern kann, bis der Anschluss eingerichtet wird. Sie sollten daher unbedingt mehrere Anbieter vergleichen. Die Basisgeräte für ADSL- bzw. Glasfaser-Anschlüsse werden vom Anbieter zur Verfügung gestellt. Zusätzlich müssen Sie einen Provider auswählen. Die wichtigsten Anbieter haben Beratungsstellen in großen Elektroläden. Manche bieten im Paket mit dem Internetanschluss gegen eine höhere Gebühr den Anschluss ans Kabel-TV-Netz an.

Je nach Art des Wohnhauses bzw. bereits vorhandener Verträge ist manchmal nur eine Variante möglich. Eine Alternative sind mobile Wi-Fi-Router. Allerdings ist die Geschwindigkeit mitunter langsamer und gewählte Datenpakete können schnell erschöpft sein.