Visum und Arbeitserlaubnis

Einreisebestimmungen

Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Japan einen für die Dauer des Aufenthalts gültigen Reisepass. Ein Personalausweis ist nicht ausreichend. Kinder benötigen einen deutschen Kinderreisepass. 

Bitte beachten Sie: Die Japan-Tipps der AHK Japan beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen. Einreisebestimmungen und/oder Visaregularien für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann nicht übernommen werden. Detaillierte Informationen erhalten Sie direkt bei der Botschaft, bei einem der Generalkonsulate oder direkt von der japanischen Einwanderungsbehörde. (Stand: 2015)

Kurzzeitaufenthalt ohne Arbeitsaufnahme

Für die Einreise nach Japan benötigen deutsche Touristen und Geschäftsreisende für eine Aufenthaltsdauer bis zu 180 Tagen kein Visum, sofern sie weder einer Erwerbstätigkeit, einem Studium noch einer Berufsausbildung nachgehen wollen. Deutschen, die unter diesen Voraussetzungen ohne Visum anreisen, wird bei der Einreise am Flughafen eine Aufenthaltserlaubnis (Landing Permission) als Temporary Visitor für zunächst 90 Tage erteilt. Eine Verlängerung auf bis zu 180 Tage kann beim zuständigen regionalen Einwanderungsbüro vor Ablauf der ersten 90 Tage beantragt werden.

Mehrere visafreie Kurzaufenthalte am Stück sind nicht zulässig. Wer nach einem visafreien Aufenthalt ausreist und kurz darauf erneut ohne Visum einzureisen versucht, muss mit Einreiseverbot und Festsetzung bis zur Abschiebung in sein Heimatland auf eigene Kosten rechnen.

Längere Aufenthalte bzw. Aufenthalte mit Arbeitsaufnahme

Deutsche, die in Japan arbeiten, studieren, einer Berufsausbildung nachgehen oder sich sonst länger als 180 Tage aufhalten wollen, sowie ihre Familienangehörigen, benötigen vor der Einreise ein Visum. Es muss bei einer japanischen Botschaft oder einem Konsulat in Deutschland beantragt werden. Je nach Zweck der Reise gibt es verschiedene Visa, zum Beispiel für Praktikanten (Trainee Visa), für Geistes- und Wirtschaftswissenschaftler (Specialist in Humanities/ International Services), für Ingenieure (Engineer Visa), für Lehrer (Instructor Visa) und dergleichen mehr. Für die Bearbeitung des Visums ist häufig ein „Certificate of Eligibility“ vorzulegen. Dieses kann die Organisation in Japan, bei der Sie tätig werden möchten, bei der Einwanderungsbehörde in Japan beantragen.

Die eigentliche Aufenthaltserlaubnis wird bei der Einreise aufgrund des erhaltenen Visums erteilt; in seltenen Ausnahmefällen kann sie verweigert werden. Wurde die Einreise gestattet, müssen Sie sich innerhalb von 14 Tagen nach Bezug Ihres neuen Wohnortes beim zuständigen Rathaus melden. Ihr Wohnort wird auf Ihrer Einwohnerkarte (zairyu kaado) eingetragen, die Sie beim Rathaus beantragen. Melderechtlich relevante Änderungen, wie Status- und Wohnortänderung, Änderung der Passnummer, müssen innerhalb von 14 Tagen gemeldet werden.

Wer ohne Re-entry Permit Japan verlässt, dessen Aufenthaltserlaubnis erlischt unabhängig von der darauf genannten Gültigkeit. Details und aktuelle Regelungen finden Sie auf der Website der Einwanderungsbehörde.


Wird eine zusätzliche Tätigkeit oder eine Tätigkeit beabsichtigt, die dem zugeteilten Aufenthaltsstatus nicht entspricht, ist bei der japanischen Einwanderungsbehörde ein entsprechender Antrag zu stellen. Oft ist der Statuswechsel nicht ohne Ausreise und Wiedereinreise durchzuführen.

Einen Sonderfall ist das Working Holiday-Programm für Deutsche bis 30 Jahre, das ermöglicht, in Japan im begrenzten Umfang zu arbeiten. Das Visum muss in Deutschland bei einer japanischen Auslandsvertretung beantragt werden. Weitere Infos finden Sie im Kapitel „Karriere“.

Entsandte Bedienstete deutscher Institutionen mit Dienstpass, einschließlich ihrer Familienangehörigen, benötigen kein Visum vor der Einreise und unterliegen nicht der Meldepflicht bei den Einwohnermeldeämtern. Diese Ausnahme gilt jedoch nicht für Personen, die von deutschen Institutionen an japanische Einrichtungen entsandt werden, zum Beispiel DAAD-Lektoren an japanischen Universitäten.