Wohnen

Wohnungssuche

Eine Wohnung zu mieten führt in Japan meist zu sehr hohen Anfangskosten. Wie viele Monatsmieten an Gebühren zusammenkommen, steht in Relation zur Miete. Diese bestehen im Allgemeinen aus Maklerprovision (chuukai tesuryou), Kaution (shikikin) und „Dankesgeld“ (reikin) für den Vermieter. Die Kaution und das Dankesgeld werden nicht zurückerstattet; meist belaufen sie sich auf zwei bis drei Monatsmieten.

Für die meisten Wohnungen muss der Mieter einen Bürgen angeben. Wer keinen Bürgen findet – japanischer Nationalität, in einer Festanstellung mit gutem Einkommen – muss eine Bürgschaftsversicherung abschließen.

Die Mietverträge laufen nur für zwei Jahre, danach wird bei Verlängerung des Mietvertrages erneut eine Monatsmiete fällig, die nicht erstattet wird. Bei Auszug wird häufig eine Reinigungsgebühr in Höhe von mehreren Zehntausend Yen aufgeschlagen. Ob die Kaution vollständig rückerstattet wird, hängt vom jeweiligen Mietverhältnis ab.

Wer nur für einige Monate in Japan bleibt, für den lohnt es sich angesichts der hohen Anfangskosten kaum, eine reguläre Wohnung zu mieten. In diesem Fall ist es besser, je nach Budget entweder in ein möbliertes Apartment zu ziehen, das monatlich vermietet wird, oder in ein Guesthouse oder Shared House - mit anderen Worten: eine Wohngemeinschaft.  

Wer über ein Jahr in Tokyo bleibt, sucht eines der vielen Maklerbüros auf. Die meisten sprechen jedoch nur Japanisch. Es gibt einige Makler, die sich auf die Vermittlung von Apartments für Ausländer spezialisiert haben. Allerdings sind die Preise für die Wohnobjekte mitunter höher und die Qualität schlechter.

Zu empfehlen ist die staatliche Agentur UR: Dort fällt weder eine Maklerprovision noch ein Dankesgeld an, noch muss man den Vertrag nach zwei Jahren verlängern oder beim Vertragsabschluss einen Bürgen aufweisen. Die Agentur hat im ganzen Stadtgebiet meist relativ große Wohnblocks mit Wohnungen unterschiedlicher Größe. Die Qualität der Gebäude, selbst älterer, ist überdurchschnittlich hoch. Die Abwicklung des Vertrages sowie Ein- und Auszug sind unkompliziert; bei kleineren Büros kann es jedoch sein, dass niemand vor Ort ist, der Englisch spricht.

 Je neuer das Gebäude, je höher die Wohnung gelegen ist, je näher das Gebäude am Bahnhof ist, desto teurer wird die Miete. Im Erdbebenland Japan sollten Sie zumindest in ein nach 1981 gebautes Haus ziehen, besser aber nicht zuletzt wegen der Wohnqualität in ein Haus, das in den 2000ern gebaut wurde. Außerdem sollte das Haus nicht aus Holz, sondern aus Stahlbeton sein (tekkin konkuriito). Meist werden solche Häuser als Mansion bezeichnet, Holzhäuser dagegen als Apato