Abseits der Metropolen: Südjapan

Ruhe und Erholung sucht man in den Großstädten Japans die meiste Zeit vergebens. Hektik und Menschenmassen beherrschen das allgemeine Stadtbild. Japan jedoch nur auf diesen Aspekt zu reduzieren wäre falsch und würde der Vielfältigkeit des Landes nicht gerecht werden. Deshalb gibt es auf dieser Seite ausgesuchte Links zu Orten, die zum verweilen, staunen und entspannen einladen.

Okinawa

Früher unter den Namen Ryukyu-Inseln bekannt, ist diese südliche Inselkette entweder per Schiff oder mit dem Flugzeug zu erreichen. Mit einem Fährschiff braucht man sogar von Tokyo aus nur zwei Tage. Auf Okinawa erlebt man ein ganz anderes Japan, wie man es von den Hauptinseln gewohnt ist. Durch die Abgeschiedenheit gibt es auf Okinawa Tier- und Pflanzenarten, die man in ganz Japan nicht (mehr) finden kann. Außer schöner Natur bietet Okinawa auch ein breites kulturelles Angebot, wie z.B. das Schloss Shuri, das die Residenz der Könige des ehemaligen Ryukyu-Reiches war, und als die Geburtsstätte einiger Kampfsportarten, darunter Karate, bietet Okinawa auch hervorragende Zentren, in denen man die Kampfkunst bestaunen und selbst erlernen kann. Lesen Sie mehr zu Okinawa hier und hier.

Shikoku

Bis zur Fertigstellung der ersten Brücke zwischen Honshu und Shikoku 1988 waren die Bewohner der kleinsten der vier Hauptinseln Japans relativ isoliert vom Rest Japans, was sich bis heute noch manchmal bemerkbar macht. Das Klima auf Shikoku ist mild und mediterran. Falls es die Zeit erlaubt, kann man den berühmten Pilgerweg vorbei an den 88 Tempeln begehen. Zwar führt die Route auch ab und zu an nicht ganz so sehenswerten Orten wie z.B. Shikokus Schnellstrassen vorbei, jedoch wird man dafür die meiste Zeit mit herrlichen Landschaften und sehenswerten Tempeln entschädigt. Da man für den 1200 Kilometer langen Rundweg zu Fuß mindestens 40 Tage benötigt, lassen sich auch viele Pilger in klimatisierten Reisebussen von Tempel zu Tempel fahren. Lesen Sie mehr...

Kumamoto

Im Süden Japans gelegen beherbergt die 700.000 Einwohner umfassende Präfekturhauptstadt u.a. ein Schloss, den traditionell japanischen Garten Suizenji-koen, der nach dem sich darin befindlichen Kloster benannt ist, und das Zentrum für traditionelle Handwerkskunst in der Präfektur Kumamoto.

Kagoshima

Kagoshima ist vor allem für den Vulkan auf Sakurajima bekannt, der auch heute noch aktiv ist und deshalb nicht ganz aus nächster Nähe betrachtet werden kann, aber auch aus gebührender Entfernung einen atemberaubenden Blick bietet.
Lesen Sie mehr zu Sakurajima...



Ebenfalls ein geschichtsträchtiger, darüber hinaus noch malerischer Ort in Kagoshima: die Kleinstadt Chiran, deren Vergangenheit geprägt ist von tragischen Helden, den Samurai und den Kamikaze-Fliegern.
Lesen Sie mehr...

Shimabara-Halbinsel

Der Unzen-dake auf Kyushu ist einer der aktivsten Vulkane Japans. Dies macht ihn zu einem atemberaubenden Reiseziel, vor allem für Naturliebhaber. Doch auch die Umgebung des unberechenbaren Naturriesen auf der Halbinsel Shimabara hat aufgrund ihrer turbulenten Geschichte touristisch einiges zu bieten. Lesen Sie mehr...

Nagasaki

Obwohl die Stadt durch die zweite Atombombe 1945 vollständig zerstört wurde, empfängt einen heute eine faszinierende Hafenstadt. Ungewöhnlich für japanische Städte derselben Größe ist die allgegenwärtige westliche Atmosphäre, war Nagasaki doch der einzige Hafen, den ausländische, bzw. chinesische und holländische Schiffe während der Landabschließung Japans vom 17. bis ins 19. Jahrhundert hinein anfahren durften. Zahllose Geschäfte mit Kastella-Kuchen zum Beispiel weisen auf die ersten Kontakte Nagasakis zu den Portugiesen im 16. Jahrhundert hin. An die Atombombenabwürfe erinnern heute nur noch ein hochinteressantes, doch nervenaufreibendes Museum und eine Gedänkstätte.
Lesen Sie mehr zu Nagasaki City…

 

Auch außerhalb der Präfekturhauptstadt hat Nagasaki einiges zu bieten. Entspannung in der Natur oder in einer heißen Quelle auf der Insel Iojima etwa, oder das für aus Vulkangebirge sprudelnde heiße Quellen berühmte Unzen auf der Halbinsel Shimabara. Auf den Goto-Inseln lassen sich atemberaubende Natur und Strände genießen. Kulturinteressierte wird die christlich-japanische Atmosphäre freuen.
Lesen Sie mehr…

Hagi (Präfektur Yamaguchi)

Einst wichtiger Schauplatz für Entwicklungen der Industrialisierung Japans in der Meiji-Zeit, wie zum Beispiel der Bau von Küstenwehranlagen, um sich gegen die militärische Überlegenheit des Westens zu schützen, ist Hagi auch heute noch ein Magnet für geschichtsinteressierte Touristen, die hauptsächlich kommen, um Samurai-Häuser, Überreste einer Burg und alte Tempel zu betrachten. Trotz der beschwerlichen Anreise kommen jährlich tausende Besucher nach Hagi, und machen den Tourismus zur Haupteinnahmequelle der Stadt. Lesen Sie mehr...