Zeitreise Kyoto

Kyoto war von 794 bis 1868 Kaisersitz und bis 1603 die Hauptstadt Japans. Sie gilt als geschichtlich und kulturell bedeutendste Stadt Japans und war Zentrum in der Heianzeit (bis 1185), der kulturellen Blütezeit Japans. Im Zweiten Weltkrieg wurde Kyoto fast vollständig von amerikanischen Angriffen verschont, weshalb viele Gebäude noch in einem so guten Zustand sind, wie man es selten in Japan findet. Die Struktur der Stadt ist nach alten chinesischem Vorbild schachbrettartig angelegt, was eine relativ leichte Orientierung ermöglicht.

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Auf den Spuren des Prinzen Genji in Kyoto

Kaiserpalast Gosho (Haltestelle Imadegawa)

Der Palast, der bis 1868 Sitz der japanischen Kaiser war, liegt im Kyoto-Gyoen-Park. 1855 wurden viele der Anlagen überarbeitet. Zur Besichtigung muß man einen Antrag stellen, dessen Bewilligung je nachdem, ob man auch das Innere der Kaiserlichen Villen besuchen will, in der Regel ca. 20 Minuten oder mehrere Tage oder Wochen in Anspruch nehmen kann.

Schloss Nijo (Haltestelle Nijo-jo-mae)

Von der Tokugawa-Familie von 1603 bis 1626 errichtet, dehnt sich das Schloss mit einer ungewöhnlich großen Fläche von 275.000 Quadratmetern über Kyoto aus. Der ganze Komplex, bestehend aus 23 Gebäuden, Toren und Grünanlagen, sollte mit seiner ausladenden und verschwenderischen Dekoration die Macht und den Reichtum der Shogune widerspiegeln.

Kinkaku-ji (bzw. Rokuon-ji, Haltestelle Kinkaku-ji-mae)

Der Kinkaku-ji ist einer der berühmtesten Wahrzeichen Japans. 1394 wurde sie als Altersresidenz des Shoguns gebaut, nach dessen Tod aber von seinem Sohn in einen Zen-Tempel umgewandelt, dessen oberste Stockwerke mit echtem Blattgold verziert sind. Der Anblick des sich im davor gelegenen kleinen See spiegelnden Tempels, ist nicht nur für ausländische Touristen interessant. Auch Japaner kommen aus allen Teilen des Landes um sich dieses Highlight nicht entgehen zu lassen.

Gion-Viertel (Haltestellen Shijo-kawaramachi und Shijo)

Dieses Viertel ist bei Touristen hauptsächlich dafür bekannt, daß man leicht einen Blick auf die vielen Geisha werfen kann, die am frühen Abend auf dem Weg zu ihrer Arbeit sind. Traditionelle Geschäfte, kleine Restaurants und gut erhaltene traditionelle Bauten machen Gion zu einem ganz besonderen Viertel. Im Veranstaltungshaus Gion Corner, das zwischen dem Yasaka-Schrein und dem Kennen-ji liegt, kann man sich in einem einstündigen Crash-Kurs über die vielen traditionellen japanischen Künste informieren.

Daitoku-ji (Haltestelle Daitoku-ji-mae)

Dieser Tempel zählt zu einen der bedeutendsten Zen-Tempeln Japans und wurde im 14. Jahrhundert gegründet. Er gehört der Rinzai-Schule an und bildet Schüler in dieser Tradition aus. Trotz seiner großen geschichtlichen Bedeutung und seiner schönen Anlagen wurde der Tempel noch nicht als Weltkulturerbe registriert, was dazu führt, daß diese Sehenswürdigkeit nicht ganz so überlaufen ist, wie die anderen wichtigen Tempel.

Ryoan-ji (Ryoan-ji-mae Station)

Dieser Tempel, der im 15 Jahrhundert erbaut wurde, besitzt als wichtigstes Merkmal den berühmtesten Zen-Garten Japans, den Hojo-teien, der im kare-san-sui-Stil angelegt ist. Aber auch der restliche Teil der Tempelanlage ist sehr zu empfehlen. Wem ein kleiner Spaziergang nicht zuviel ist, kann den Ryoan-ji sehr gut zu Fuß vom Kinkaku-ji erreichen.

Ninna-ji (Haltestelle Omuro-ninna-ji), Philosophenweg

Der Bau des Tempels von 888 wurde vom Kaiser persönlich in Auftrag gegeben. Er ist über den Philosophenweg mit dem Ginkaku-ji verbunden und wird von einer kleinen Allee gesäumt. Auf dem diesem Weg kommt man unterwegs am Nyakuoji-Schrein und einem Kunstmuseum vorbei und gelangt schließlich zum Tempel Ninna-ji. Obwohl die meisten Gebäude aus dem 17. bis 19. Jahrhundert stammen, ist dieser Tempel doch ein Sinnbild für die Blütezeit der Heiankultur. Des weiteren befindet sich im Tempel ein kleiner Rundweg, der in Miniatur die 88 Tempel zeigt, die man bei der Pilgerwanderung auf Shikoku besichtigen kann.

Kiyomizu-dera (Haltestelle Kiyomizu-michi)

Als einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt liegt der Kiyomizu-dera reicht die Geschichte des Tempels bis ins achte Jahrhundert zurück, obwohl keines der Gebäude mehr so weit zurückdatiert werden kann. Da der Tempel am Hang gelegen ist, hat man eine besonders schöne Aussicht auf die Stadt. Unter der Haupthalle, deren berühmte Veranda von 100 Pfeilern gestützt wird, springt ein Wasserfall hervor, der dem Tempel seinen Namen gibt und dessen Wasser heilende Kräfte besitzen soll.

Sanjusangen-do (Haltestellen Shichijo und Hakubutsukan-Sanjusangendo-mae)

Dieser Tempel ist wegen seiner 1001 goldenen Buddha-Statuen bekannt, die sich in der langen Tempelhalle aufreihen und im 12 und 13. Jahrhundert angefertigt wurden.

Nationalmuseum Kyoto (Haltestelle Hakubutsukan-Sanjusangendo-mae)

Für alle, die schon etwas müde von den vielen Tempelbesichtigungen geworden sind, bietet das Nationalmuseum mit seiner großen Vielfalt an Kulturschätzen ein bißchen Abwechslung. Skulpturen, Schriften und Malereien aus allen Epochen machen dieses Museum vor allem für Geschichtsinteressierte Besucher Kyotos zu einem Erlebnis.

Vielseitige Informationen zu Kyoto:
http://www.kyotoguide.com/
http://kyoto-ryokan.co.jp/reservation.html