Gute Aussichten für deutsche Japan-Geschäfte

07.06.18 Pressemitteilung

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen in Japan ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Laut der neuen Geschäftsklima-Umfrage der AHK Japan unter 400 Unternehmen erwarten 71 % der Manager (Vorjahr: 58 %) für die nächsten sechs Monate verbesserte Geschäftsaktivitäten. Auf Sicht von zwölf Monaten sind sogar 73 % (Vorjahr: 69 %) zuversichtlich gestimmt. „Das spricht für gute Japan-Geschäfte in diesem Jahr“, sagte Marcus Schürmann, Delegierter der Deutschen Wirtschaft in Japan und Geschäftsführer der AHK Japan.

    

Lukrative Drittmarktgeschäfte

Zu den auffälligen Ergebnissen der Umfrage gehört, wie aussichtsreich die deutschen Tochtergesellschaften in Japan das Geschäftspotenzial mit japanischen Partnern außerhalb von Japan einschätzen: Ihre Umsätze in Drittmärkten liegen nach ihren Angaben bis zu viermal höher als ihre lokalen Einnahmen in Japan. Den Auftrag erhalten die deutschen Unternehmen vor allem, weil sie dank ihrer Japan-Töchter den Verantwortlichen in den japanischen Konzernzentralen schon bekannt sind und deren Entscheidungsprozesse aktiv begleiten können. 64 % der befragten Unternehmen sehen dies so. „Die strategische Bedeutung des Japan-Engagements nimmt stark zu“, kommentierte Schürmann den Trend.

Deutsche Zulieferer als Projektpartner
Den stärksten Einfluss auf das deutsche Japan-Geschäft übt der Umfrage zufolge weiter die Globalisierung aus. Das sagen 86 % der befragten Manager (Vorjahr: 75 %). Ein Drittel beschreibt den Einfluss als „stark“. Zu den Treibern der Globalisierung zählen Generalhandelshäuser, die oft die Konsortien für Großprojekte anführen. „Daran beteiligte Unternehmen bevorzugen als Partner häufig deutsche Zulieferer“, berichtete Schürmann. Zugleich macht die zunehmende Integration in Asien Japan für deutsche Unternehmen auch als regionale Zentrale für asiatische Märkte attraktiv. Dies berichten 59 % der Befragten. „Das zeigt, dass Japans Bedeutung als Global Player wächst“, so Schürmann.

Viele Argumente für Standort Japan
Die Umfrage der AHK Japan belegt auch die Gründe für eine deutsche Präsenz im japanischen Markt. Insbesondere nennen die Manager das hohe Absatzpotenzial sowohl in Japan (84 %) als auch mit japanischen Kunden weltweit (53 %). Die stabilen Geschäftsbeziehungen sehen 87 % der Befragten als wichtigen Standortfaktor. Für 40 % der Muttergesellschaften haben die Umsätze in Japan hohe oder höchste Priorität. Das Freihandelsabkommen zwischen Japan und der Europäischen Union, das schon Anfang 2019 in Kraft treten könnte, wird sich laut Umfrage nicht unmittelbar auf die Unternehmen vor Ort auswirken. Immerhin knapp ein Drittel rechnet jedoch mit einem positiven bis sehr positiven Einfluss.

Weitere Ergebnisse der Umfrage
Von den deutschen Unternehmen in Japan...
>  erzielen 87 % Gewinne vor Steuern;
>  übertreffen 47 % eine Gewinnmarge von 11 %;
>  sind 64 % in Drittländer-Projekte involviert;
>  loben 62 % die Offenheit für Hightech und Innovation.

Die Studie steht hier zum Download bereit:

Geschäftsklimaumfrage: German Business in Japan 2018

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Die Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan (AHK Japan) ist die zentrale Stelle der deutschen Außenwirtschaftsförderung in Japan und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) anteilig gefördert. Sie unterstützt die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen durch breite Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, Aufbau und Pflege von Netzwerken sowie Betreuung und Vertretung deutscher Wirtschaftsinstitutionen in Japan. Die Unterstützung von Unternehmen steht dabei im Mittelpunkt ihrer Arbeit, aber auch Standortwerbung für Deutschland gehört dazu. Die AHK Japan gehört zum weltweiten Netzwerk der deutschen Auslandshandelskammern an 140 Standorten in 92 Ländern.