„Industrie 4.0“ - Deutschland und Japan vereinbaren engere Zusammenarbeit

06.05.16 Pressemitteilung

Vor beinahe vierhundert Fachbesuchern des 10. Deutsch-Japanischen Wirtschaftsforums auf der Hannover Messe machte es Staatssekretär Uwe Beckmeyer öffentlich: die Wirtschaftsministerien beider Länder werden sich in einem Memorandum of Understanding zu einer engeren Zusammenarbeit beim Thema Industrie 4.0 verpflichten. Schwerpunkte werden der Austausch im Bereich Standards, Datensicherheit und Zusammenarbeit mittelständischer Unternehmen sein.

6.5.2016 – Tokyo/AHK Japan: Die digitale Welt verschmilzt immer mehr mit der physischen Welt. Entscheidende Fragen, wie gemeinsame Standards oder auch Datensicherheit können nur grenzüberschreitend gelöst werden. Die Entwicklungen unter dem in Deutschland geprägten Schlagwort „Industrie 4.0“ werden auch in Japan aufmerksam verfolgt. Entsprechend gut besucht war das 10. Deutsch-Japanische Wirtschaftsforum, das am 27. April 2016 auf der Hannover Messe stattfand.

Deutlich wurde in den Beiträgen und Diskussionen: die Digitalisierung und globale Vernetzung der Wirtschaft ist seit dem vergangenen Jahr in beiden Ländern ein gutes Stück vorangekommen. Entscheidende Fragen wie gemeinsame Standards oder auch Datensicherheit können nur grenzüberschreitend gelöst werden. Zu klären bleibt auch, wie die in den Unternehmensbeiträgen vorgestellten Ansätze aus dem japanischen „Kaizen“ mit der deutschen Idee des Internet of Things zusammengeführt und partnerschaftlich weiter entwickelt werden können.
Fazit der abschließenden Podiumsdiskussion: Industrie 4.0 bedeutet nicht, dass der Mensch überflüssig wird. Er qualifiziert sich vielmehr zum „homo digitalis“ und „Dirigenten“ der zunehmend autonomen und digitalisierten Produktionsprozesse, in dem Maschine und Mensch „Hand in Hand“ zusammen arbeiten.

Das Deutsch-Japanische Wirtschaftsforum auf der Hannover Messe hat sich zu einer wichtigen Plattform für den bilateralen Austausch und zu einem festen Termin im Kalender von hochkarätigen Vertretern deutscher und japanischer Unternehmen und Institutionen entwickelt.

Die 10jährige Jubiläumsausgabe wurde unter der Schirmherrschaft des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des japanischen Ministeriums für Wirtschaft und Industrie (METI) von der Deutschen Messe, der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan (AHK Japan) und ECOS Consult organisiert. Eine Vielzahl von Unterstützern und Kooperationspartnern ermöglichte den Erfolg der Veranstaltung.
Nur einen Tag später, am 28. April 2016, unterzeichneten der Staatssekretär im BMWi, Matthias Machnig, und der Vizeminister des METI, Takayuki Ueda, in Tokyo ein Memorandum of Understanding über eine engere Zusammenarbeit beim Thema Industrie 4.0. Staatssekretär Machnig betonte die Wichtigkeit internationaler Kooperationen, denn industrielle Wertschöpfungsketten würden nicht an nationalen Grenzen enden. Die jeweiligen Initiativen beider Länder, die deutsche „Plattform Industrie 4.0“ und die „Robot Revolution Initiative“ auf japanischer Seite, würden im Bereich globaler Standards einen wichtigen Beitrag leisten, so der Staatssekretär.

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Die Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan (AHK Japan) ist die zentrale Stelle der deutschen Außenwirtschaftsförderung in Japan und und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) anteilig gefördert. Sie unterstützt die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen durch breite Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, Aufbau und Pflege von Netzwerken sowie Betreuung und Vertretung deutscher Wirtschaftsinstitutionen in Japan. Sie gehört zum weltweiten Netzwerk der 130 deutschen Auslandshandelskammern (AHK) in 90 Ländern.