Der japanische Markt für Süßwaren und Snacks

Der Markt für Süßwaren und Snacks zeigte zwar in den vergangenen Jahren wenig Bewegung, hatte im Jahr 2010 dennoch ein gewaltiges Volumen von 12,8 Mrd. Euro.

Trotz wirtschaftlicher Stagnation und zurückgehender Bevölkerungsentwicklung entwickelt sich der Markt stabil. Bis 2014 wird ein Wachstum auf 13 Mrd. Euro erwartet.

Japanische Unternehmen stellen sich auf ihre Umweltbedingungen ein. Da es weniger Kinder gibt, welche Süßwaren und Snacks nachfragen können, werden verstärkt andere Altersgruppen angesprochen. Der Gesundheits-Megatrend wird aktiv genutzt um z.B. hautstraffendes Fruchtgummi an Frauen mittleren Alters zu vermarkten. Baby Boomern werden nostalgische Produkte, welche ihnen aus der Jugend bekannt sind, angeboten.

Auf die schwache wirtschaftliche Entwicklung reagiert der Gesamtmarkt mit Preissenkungen. Insbesondere in Bereichen, in denen die Abgrenzung zum Wettbewerb schwierig ist, z.B. bei Karamell oder auch bei Keksgebäck, fanden im letzten Jahrzehnt wahre Preisschlachten statt.

Stärkste Segmente sind heute Schokolade, Kartoffelchipprodukte und Candy. Besonders starkes Wachstum zeigten in den letzten zehn Jahren Kartoffelchips und Fruchtgummi.

Für deutsche Produkte spielt die Gesamtmarktentwicklung in vielen Fällen eine lediglich untergeordnete Rolle. Das Gros der Einfuhren aus Deutschland wird über Einzelhändler vertrieben, welche sich auf Importprodukte spezialisieren und die eher wohlhabende Bevölkerung der japanischen Großstädte ansprechen.

Dass es nur wenige deutsche Produkte in den japanischen Massen-Einzelhandel, also z.B. in die Regale der großen Retailer oder Convenience Stores, schaffen, liegt an ihrem auf die westliche Welt ausgerichtetem Produktdesign. Verpackung und Geschmack unterscheiden sich stark von japanischen Standards. Deutsche Produkte bleiben daher in den meisten Fällen Exoten.

Dies ist nicht zwingend ein Nachteil, lassen sich die deutschen Exoten doch mit hohen Margen an die wohlhabende Mittel- und Oberschicht Japans vertreiben. Da sind dann auch geringe Produktvolumina hinnehmbar.

Deutschland kann besonders mit starken Produkten in den Bereichen Schokolade und Candy auftrumpfen. Abseits der in dieser Studie vorgestellten Segmente bestehen aber auch Chancen in den Bereichen Kuchen, Brezeln und anderen mit dem Deutschlandbild verbundenen Produkten. Unternehmen mit innovativen Produkten haben Marktchancen, wenn Sie dem Markt echte Neuheiten anbieten können.

 

Da diese Studie im Rahmen der Exportförderprojekte des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gefördert wurde, steht sie Akteuren der Agrar- und Ernährungswirtschaft mit Sitz in Deutschland kostenfrei zur Verfügung. Wenn Sie am Bezug dieser Studie interessiert sind, schicken Sie einfach eine Nachricht an uns: info(at)dihkj.or.jp

Oktober 2011

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