Der Markt für Molkereiprodukte in Japan

Japan verbrauchte im Jahr 2009 5,98 Mio. t Molkereiprodukte. Der japanische Markt hält sich damit zwar auf hohem Niveau, doch ist starkes Wachstum nicht zu erwarten. Besonders der Trinkmilchkonsum geht in der alternden Bevölkerung Japans seit Jahren zurück. Gleichzeitig wächst aber der Verbrauch von verarbeiteten Molkereiprodukten wie Käse oder Joghurt.

Mit einem Importvolumen von 113 Mrd. Yen ist Japan einer der größten MolkereiproduktImportmärkte der Welt. Etwa 13 Prozent des japanischen Verbrauches werden mit Waren aus dem Ausland gedeckt. Besonders Käse, Milchkomponenten und Milchpulver werden zu einem großen Teil importiert.

Obwohl Japan also auf Molkereiproduktimporte angewiesen ist, bestehen zum Teil sehr restriktive Einfuhrregulierungen. Da die japanische Milchwirtschaft international nicht wettbewerbsfähig ist, schützt die Regierung sie mit der Implementierung von hohen Zöllen sowie Importquoten.

Für Exporteure bieten sich dennoch viele Chancen im japanischen Markt. Importe können trotz teilweiser hoher Zolllasten durch das hohe Preisniveau Japans sehr profitabel sein. Insbesondere für hochqualitative und traditionell hergestellte Produkte, wie z.B. Käse, sind japanische Verbraucher bereit, hohe Preise zu zahlen. Für Bulkware, wie z.B. Milchpulver, hält die japanische Regierung Importquoten bereit, welche Einfuhren zu niedrigen Zollsätzen ermöglichen.

Um die Möglichkeiten, welche der japanische Molkereiproduktmarkt deutschen Exporteuren bietet, effektiv auszunutzen, ist die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen japanischen Partner in den meisten Fällen erforderlich. Etablierte Importeure verfügen über Netzwerke, die Anbieter aus Deutschland nutzen können, um durch die komplexen japanichen Distributionssysteme zu manövrieren und Zugang zu den richtigen Kunden zu erlangen. Auch für den Zugang zu den profitablen Importquoten ist meist die Zusammenarbeit mit einem Importeur notwendig.

 

Da diese Studie im Rahmen der Exportförderprojekte des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gefördert wurde, steht sie Akteuren der Agrar- und Ernährungswirtschaft mit Sitz in Deutschland kostenfrei zur Verfügung. Wenn Sie am Bezug dieser Studie interessiert sind, schicken Sie einfach eine Nachricht an uns: info(at)dihkj.or.jp

September 2010

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