Pressemitteilung: „Zukunftstechnologien spielen entscheidende Rolle“ – Wirtschaftsforum eröffnet Perspektiven für mehr Kooperationen von Deutschland und Japan

Ein Dialogforum hochrangiger Wirtschaftsvertreter aus Deutschland und Japan hat anlässlich des Japan-Besuches von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die große Bedeutung der wirtschaftspolitischen Wertepartnerschaft von Deutschland und Japan bekräftigt...

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05.02.2019 | Tokio – Ein Dialogforum von hochrangigen Wirtschaftsvertretern aus Deutschland und Japan hat anlässlich des Japan-Besuches von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die große Bedeutung der wirtschaftspolitischen Wertepartnerschaft von Deutschland und Japan bekräftigt und das starke Interesse an einer intensiveren Kooperation zwischen Institutionen und Unternehmen beider Länder insbesondere bei Zukunftstechnologien hervorgehoben.

Das deutsch-japanische Wirtschaftsforum „Wertepartnerschaft: Perspektiven im Lichte globaler Herausforderungen“ wurde von Dr. Ulrich Nussbaum, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, und Hiroyuki Ishige, Chairman und CEO der Japan External Trade Organisation (JETRO), eröffnet. Anschließend legten Top-Manager von mehreren der bedeutendsten Unternehmen in Deutschland und Japan ihre Perspektiven zu aktuellen globalen Entwicklungen sowie Innovationen dar. Das Forum wurde von der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan (AHK Japan) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie organisiert.

Verstärkung des Dialogs

In seiner Eröffnungsansprache kündigte Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Nussbaum an, den deutsch-japanischen Dialog vor allem auf Zukunftsfeldern zu verstärken. „Unsere zukünftige Kooperation in den großen Zukunftstechnologien spielt eine entscheidende Rolle für unsere gemeinsame Zukunft, nur durch mehr Kooperationen können wir mehr bewegen und erreichen“, sagte Nussbaum. „Dabei haben wir keine Zeit zu verlieren.“

Die Bundesregierung sei unter anderem an einer Ausweitung des Dialogs beim automatisierten und vernetzten Fahren, etwa bei der Standardisierung, sowie an einer Vereinbarung über eine intensivere Zusammenarbeit in der Raumfahrt interessiert. Auch die Strategie der japanischen „Society 5.0“ als Antwort auf den demografischen Wandel sei speziell für Deutschland sehr interessant.

In Anwesenheit von Bundeskanzlerin Dr. Merkel hob Hiroaki Nakanishi, Chairman des Wirtschaftsverbandes Keidanren (Japan Business Federation), den großen Wert der maximalen Nutzung innovativer Technologien wie das Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz und Roboter hervor und betonte deren Bedeutung in Branchen wie dem Gesundheitswesen. „Die deutsche und japanische Wirtschaft glauben daran, dass sich damit eine neue, glänzende Zukunftsgesellschaft schaffen lässt“, sagte Nakanishi. „Wir möchten gemeinsam solche zukunftsweisenden Botschaften an die Welt senden.“

Intensivere Kooperation

Als erste Regierungschefin aus Europa seit dem Inkrafttreten des EU-Japan-Freihandelsabkommens hält sich Bundeskanzlerin Dr. Merkel zusammen mit einer großen Delegation von deutschen Top-Managern am 4. und 5. Februar in Japan auf. „Wir sehen darin ein starkes Signal für das Interesse der deutschen Wirtschaft an einem noch tieferen Austausch und Dialog mit Japan“, erklärte Marcus Schürmann, Delegierter der Deutschen Wirtschaft und Geschäftsführer der AHK Japan. Die Diskussionen auf dem Wirtschaftsforum hätten eindrucksvoll unterstrichen, dass Deutschland und Japan angesichts der aktuellen Handelskonflikte an einem Strang ziehen und private Unternehmen beider Länder ihre Zusammenarbeit in vielen Branchen vertiefen wollen.

Hochrangige Teilnehmer

Die hochrangige Besetzung des Dialogforums zeigte den Stellenwert, den führende deutsche und japanische Unternehmen den deutsch-japanischen Wirtschaftsbeziehungen beimessen. Auf der Bühne des Forums engagierten sich auf deutscher Seite Joe Kaeser, Präsident und CEO der Siemens AG, Werner Baumann, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bayer AG, Julia Schnitzler, Managing Director der Strassburger Filter GmbH sowie Stefan Vilsmeier, CEO der Brainlab AG.

Die Erläuterungen zu den japanischen Perspektiven kamen von Hiromichi Shinohara, Verwaltungsratsvorsitzender von Japans größtem Telekomunternehmen NTT, Tetsuji Ohashi, Präsident und CEO von Komatsu Ltd., Hideaki Omiya, Verwaltungsratsvorsitzender von Mitsubishi Heavy Industries und Vorsitzender der Japan Machinery Federation, Junji Tsuda, Verwaltungsratsvorsitzender von Yaskawa Electric Corp. und Vorsitzender der International Robotic Federation sowie Dr. Katsumi Emura, Executive Vice-President und Chief Technology Officer der NEC Corporation.

Den Ablauf des Wirtschaftsforums können Sie rechts oben herunterladen.