Deutsch-Japanischer Energiedialog

Japan und Deutschland stehen in den Bereichen Erneuerbarer Energien und Energieeffizienz vor ähnlichen Herausforderungen. Daher unterstützt die AHK Japan gemeinsam mit weiteren Partnern den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) initiierten Deutsch-Japanischen Energiedialog – eine Plattform, um Experten beider Seiten zusammenzubringen. Durch die Organisation von Treffen und Veranstaltungen sowie der Erstellung von Gutachten und Studien fördert die AHK Japan den Austausch.

© Flickr.com/Christian Reimer

Die Ziele des Energiedialogs

Deutschland ist stark abhängig von Energierohstoffimporten. Gleichzeitig werden vor dem Hintergrund der Energie-Zieltrias die Reduzierung von Treibhausgasen, die Förderung von erneuerbaren Energien und eine Steigerung der Energieeffizienz verfolgt. Um dies zu erreichen, baut das BMWi durch eine internationale energiepolitische Zusammenarbeit weltweit vertrauensvolle und dauerhafte Energiebeziehungen zu Partnerländern auf.

Der Energiedialog soll durch einen regelmäßigen Austausch von Regierungen, Institutionen und Stakeholdern zu zentralen energiepolitischen Fragestellungen und gemeinsamen Herausforderungen die Kommunikation vereinfachen und die Definition von gemeinsamen Zielen ermöglichen.

Japans Energiepolitik

Der japanische Energiesektor steht seit 2011 unter besonderer internationaler Beobachtung. Infolge der Reaktorkatastrophe in Fukushima wurden auf einen Regierungsbeschluss hin alle Kernkraftwerke landesweit vom Netz genommen. Um den wachsenden Energiebedarf decken zu können, sind Importe von Energierohstoffen und somit auch die Energieabhängigkeit Japans eklatant gestiegen. Die Energieeigenversorgungsrate liegt seitdem bei nur noch rund sieben Prozent.

Um die Ziele der japanischen Regierung – die Schaffung eines stabilen, erschwinglichen und insbesondere unabhängigeren Energiemix – dennoch zu erfüllen, rückten die Themen erneuerbare Energien und Verbesserung der Energieeffizienz in den Fokus der Energiepolitik. Zudem sind der Ausbau und die Modernisierung der Energieinfrastruktur, die Digitalisierung des Energiesektors sowie die Markt- und Systemintegration eines rasch steigenden Anteils variabler erneuerbarer Energien weitere Themen von hoher Relevanz. Damit steht Japan vor ähnlichen Herausforderungen wie Deutschland.

Aktivitäten im Rahmen des Energiedialogs

Expertentreffen

Bei den bilateralen Expertentreffen zwischen Deutschland und Japan werden auf politischer, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Ebene in exklusiver Runde spezifisch ausgewählte, aktuelle energiewirtschaftliche und energiepolitische Themen besprochen.

Expertenentsendung

Die Entsendung von energiepolitischen Experten als Vortragende bei Fachveranstaltungen, Messen oder Konferenzen in Japan soll die positive Wahrnehmung der deutschen Energiewende und das Verständnis für den energiepolitischen Ansatz Deutschlands verbessern.

Studienreisen

Bei den Expertenreisen zwischen Deutschland und Japan können die Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft den aktuellen Entwicklungs- und Technologiestand des Partnerlandes während eines umfassenden Besuchs- und Gesprächsprogramms evaluieren und Erstkontakte zu relevanten Stakeholdern knüpfen.

Bilaterale Veranstaltungen

Die Organisation von bilateralen Großveranstaltungen bietet die Möglichkeit vor einem energiepolitischen und energiewirtschaftlichen Fachpublikum deutsche und japanische Strategien und Technologien, Dienstleistungen und Produkte zu präsentieren. Außerdem schaffen sie Plattformen zum Austausch zwischen den Fachexperten.

Kurzgutachten und Marktstudien

Zur Verbesserung und Vertiefung des Verständnisses über die energiepolitischen Ansätze in Japan und Deutschland sowie die ergriffenen energiepolitischen Maßnahmen, werden regelmäßig Hintergrundstudien und Kurzsachstände zu einzelnen energiepolitischen Fachthemen angefertigt.

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