Der Wirtschaftsdialog unterstrich die engen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan sowie die Chancen, die Zusammenarbeit angesichts eines sich wandelnden globalen Umfelds weiter zu vertiefen.
Die Rede von Yoshinobu Tsutsui (Vorsitzender von Keidanren) hob die gemeinsamen wirtschaftspolitischen Prioritäten Deutschlands und Japans sowie die Möglichkeiten zur Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit hervor.
In seiner Rede vor mehr als 350 Teilnehmenden, darunter führende deutsche und japanische Wirtschaftsvertreter sowie Medienvertreter, betonte Bundeskanzler Friedrich Merz, wie wichtig es sei, die technologische Expertise beider Länder zu bündeln, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und neue Märkte zu erschließen, insbesondere in Bereichen wie künstlicher Intelligenz, Halbleitern und Robotik. Er sprach sich für eine engere Zusammenarbeit und eine stärkere Diversifizierung aus, um wirtschaftliche Abhängigkeiten zu reduzieren. Zugleich unterstrich er die Notwendigkeit, ein regelbasiertes globales Handelssystem zu verteidigen. Dazu schlug er die Gründung einer globalen Allianz von Ländern vor, die sich für den Schutz, die Stärkung und die Weiterentwicklung des regelbasierten Handelssystems einschließlich der Welthandelsorganisation (WTO) einsetzen.
„Unsere Partnerschaft wird immer wichtiger in einer Zeit, in der sich die Welt eben grundlegend ändert.” Federal Chancellor Friedrich Merz
Die Rede von Ryosei Akazawa (Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie) hob das Potenzial von künstlicher Intelligenz und Daten hervor. Zudem betonte er die Rolle der Unternehmen dabei, diese Chancen in konkrete Maßnahmen umzusetzen, sowie den Wert der Zusammenarbeit zwischen der EU und Japan als vertrauenswürdige Partner.
Unter dem Motto „Globalen Herausforderungen begegnen – die deutsch-japanische Partnerschaft und Zusammenarbeit stärken“ wurde im anschließenden Dialog erörtert, wie beide Länder ihre gemeinsamen Prioritäten in konkrete Maßnahmen umsetzen können. Die Rednerinnen und Redner hoben insbesondere industrielle KI, gemeinsame Forschung und einheitliche Standards als vielversprechende Kooperationsfelder hervor. Dabei wurde auch die Zusammenarbeit zwischen Wettbewerbern als sinnvoller Ansatz betont, sofern sie allen Beteiligten zugutekommt.
Ein herzliches Dankeschön an unseren Moderator und alle Panelistinnen und Panelisten für ihre wertvollen Beiträge zum Dialog!
- Moderator: Karl Deppen – Präsident, Deutsche Industrie- und Handelskammer Japan (AHK Japan)
- Roland Busch – Vorsitzender, Asien-Pazifik-Ausschuss der deutschen Wirtschaft (APA)
- Bertram Kawlath – Präsident, European Machinery Association (VDMA)
- Akiko Okumura – Executive Vice-President, Japan External Trade Organization (JETRO)